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Sturm Francis trifft Kanaren mit heftigen Regenfällen

Sturm Francis erreicht die Kanaren

Die Tiefdruckzone Francis ist an diesem Donnerstag, dem 1. Januar, wie vorhergesagt auf den Kanarischen Inseln eingetroffen. Die ersten, teils kräftigen Regenfälle gab es vor allem auf den westlichen Inseln. Angesichts der Prognosen der staatlichen Wetteragentur AEMET und anderer Quellen hat die kanarische Regionalregierung über die Generaldirektion für Notfälle die Lage bewertet und die Warnstufen aktualisiert.

Alarm auf La Palma und Teneriffa

Die höchste Warnstufe (Alarm) gilt weiterhin für die gesamte Insel La Palma sowie für den Süden und Westen Teneriffas. Für alle anderen Inseln des Archipels besteht Vorwarnstufe (Prealerta). Der Sturm zieht wie erwartet von West nach Ost über die Inselgruppe, doch die Regenmengen fallen stärker aus als angekündigt und werden sich voraussichtlich auch länger hinziehen.

Erwartete Regenmengen und Verlauf

Für La Palma werden innerhalb von zwölf Stunden Niederschlagsmengen erwartet, die 120 Millimeter erreichen und überschreiten können. Besonders betroffen sind westlich ausgerichtete Hänge und die mittleren Höhenlagen im Osten der Insel. Für die übrigen Inseln bleiben die bisherigen Vorhersagen bestehen: intensive und anhaltende, aber ungleichmäßig verteilte Regenfälle auf El Hierro, La Gomera und Teneriffa. Auf Teneriffa werden sie besonders den Westen und Süden treffen und sich wahrscheinlich über den gesamten Nachmittag erstrecken.

Im Laufe des Nachmittags werden die Niederschläge auch den Westen und Süden Gran Canarias erreichen, um schließlich in der Nacht Fuerteventura und Lanzarote zu erfassen. Dort können bis mindestens 06:00 Uhr am Freitag, dem 2. Januar, noch signifikante Regenmengen fallen. Lokal starke und/oder gewittrige Schauer sind auf den westlichen Inseln sowie in Teilen des Westens und Südens von Gran Canaria wahrscheinlich. Auch für Fuerteventura und Lanzarote sind in den frühen Morgenstunden des Freitags gewittrige Schauer nicht ausgeschlossen.

Wichtige Sicherheitshinweise der Behörden

Angesichts dieser Lage gibt die kanarische Regierung eine Reihe von Selbstschutz-Empfehlungen für die Bevölkerung heraus:

Vorbereitung:
Überprüfen Sie den Zustand von Flachdächern, Abflussrinnen etc. Wenn Sie in der Nähe eines Barrancos (Schlucht/Trockenflussbett) wohnen, informieren Sie Ihre Gemeindeverwaltung (Ayuntamiento), wenn dieses mit Abfall, Schutt o.ä. verstopft ist. Seien Sie aufmerksam gegenüber den Anweisungen in den Medien.

Unterkunft und Camping:
Campen Sie niemals (auch nicht im Sommer) in überflutungsgefährdeten Gebieten wie Bach- oder Barrancobetten. Bleiben Sie wenn möglich in Ihrer Wohnung, sofern diese nicht in einem Barrancobett oder einem anderen Risikogebiet liegt.

Verkehr:
Vermeiden Sie Autofahrten während der starken Regenfälle. Wenn es unvermeidbar ist, seien Sie extrem vorsichtig: Achten Sie auf die Wasserhöhe, reduzieren Sie die Geschwindigkeit und überprüfen Sie die Bremsen. Wenn sich das Fahrzeug mit Wasser füllt, verlassen Sie es besser. Fahren Sie bevorzugt auf Hauptstraßen oder Autobahnen, meiden Sie Waldwege und Nebenstraßen und nutzen Sie niedrige Gänge.

Bei Überflutungen:
Wenn Sie durch überflutete Zonen mit Strömung waten müssen, binden Sie sich ein Seil um die Taille und befestigen Sie das andere Ende an einem festen oder schweren Gegenstand. Überqueren Sie keine Brücken, über die das Wasser hinwegschwappt.

Im Haus:
Verhindern Sie, dass giftige und/oder entflammbare Substanzen mit dem Wasser in Kontakt kommen. Betreten Sie keine überfluteten Bereiche des Hauses wie Garagen oder Keller. Nutzen Sie niemals den Aufzug, der Strom könnte jederzeit ausfallen. Schalten Sie den Strom ab. Zögern Sie nicht, das Haus zu verlassen und sich an einen höher gelegenen Ort oder einen von den Behörden angegebenen Sammelpunkt zu begeben, wenn es notwendig wird.

Allgemeine Vorsicht:
Wenn Sie durch das Wasser im Obergeschoss eingeschlossen sind, verlassen Sie das Haus nicht schwimmend – die Strömung könnte Sie mitreißen. Warten Sie lieber auf Hilfe. Überschätzen Sie sich nicht, seien Sie umsichtig und warten Sie im Zweifel auf spezialisierte Hilfe. Kehren Sie nach dem Ende der Notsituation nicht in Ihre Wohnung zurück, bis Fachleute dies für sicher erklären. Sobald der Zugang möglich ist, zünden Sie keine Streichhölzer an und benutzen Sie keine Geräte, die Funken schlagen könnten – einschließlich des Lichtschalters. Trinken Sie nur abgefülltes Wasser.

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