Tief Francis erreicht Kanaren: Starke Regenfälle und Flugausfälle
Das Tiefdruckgebiet Francis hat die Kanarischen Inseln erreicht. Wie die spanische Wetterbehörde Aemet vorhergesagt hatte, traf die Front zuerst auf La Palma ein, wo die Wolken bereits mehr als 70 Liter Regen pro Quadratmeter über der Insel abgeladen haben. Inzwischen beginnt es auch auf Teneriffa leicht zu regnen.
La Palma besonders betroffen
Die Gebiete im Hochland von La Palma, insbesondere der Roque de los Muchachos, sind derzeit am stärksten von den Niederschlägen betroffen. Die Regenmengen sind so hoch, dass die Schluchten (Barrancos) der Insel bereits überflutet werden, wenn auch bisher ohne Überlaufen oder Gefahr für die Bevölkerung. Der bekannteste davon, der Barranco de Las Angustias, führt bereits Wasser und reißt mit Kraft Unkraut und Gestrüpp mit sich.
Erste Auswirkungen auf den Flugverkehr
Das Tief Francis verursacht bereits die ersten Probleme an den Flughäfen mit Verbindungen nach La Palma. Die Wetterbedingungen verhindern einen normalen Flugbetrieb, und es gibt laut der Webseite des Flughafenbetreibers Aena Verzögerungen von mehreren Stunden. Darüber hinaus bestätigt die Flugsicherungsorganisation ENAIRE Regulierungen der Flugrouten über Teneriffa, Gran Canaria und Lanzarote.
Alarmstufe auf allen Inseln
Alle Inseln des Archipels stehen aufgrund der mit dem Tief Francis verbundenen Phänomene unter Wetterwarnung. Es werden starke Niederschläge, Wind, Gewitter und hoher Wellengang erwartet, während sich die Front weiter nach Osten verlagert. Was den Wind betrifft, so wurden die stärksten Böen in den ersten Stunden des Neuen Jahres im Hochland von Teneriffa gemessen: Auf dem Teide registrierte die Aemet Windgeschwindigkeiten von 82 Kilometern pro Stunde.
Sicherheitsmaßnahmen auf Teneriffa
Infolge der aufgrund des Durchzugs des Tiefs Francis über die Inseln verhängten Warnungen hat der Cabildo (die Inselregierung) von Teneriffa mehrere Wanderwege gesperrt und bestimmte Aktivitäten wie Canyoning (Barranquismo) verboten.

