sturm francis kanaren neujahr 2026

Sturm Francis bringt Regen, Sturm und Schnee ins neue Jahr

Stürmischer Jahresstart: Francis trifft die Kanaren

Das Jahr 2026 wird auf den Kanarischen Inseln unter dem Einfluss der atlantischen Tiefdruckzone Francis beginnen, einem wetterwirksamen System, das am morgigen Donnerstag, den 1. Januar, den Archipel erreichen wird. Laut den Prognosen der staatlichen Wetterbehörde Aemet sind intensive Regenfälle, starke Windböen, raue See und sogar Schnee in hochgelegenen Gebieten zu erwarten. Francis ist das sechste benannte Tief der Sturmsaison 2025/2026, die am 1. September begann, und wurde vom Portugiesischen Institut für Meer und Atmosphäre (IPMA) getauft.

Intensive Regenfälle und Gewitter zu Neujahr

Nach seinem Weg über die Kanaren wird das Tief ab Freitag das westliche spanische Festland beeinflussen und die Niederschläge über das Wochenende auf den Rest des Landes ausweiten. Die Aemet erwartet, dass die mit Francis verbundene Front am Neujahrstag die Kanaren von West nach Ost überquert und lokal heftige Niederschläge bringt, die in einigen Punkten von Gewittern begleitet werden. Die Modelle deuten auf Niederschlagsmengen von über 50 Litern pro Quadratmeter in exponierten Lagen hin, insbesondere an den Westhängen von La Palma, La Gomera, El Hierro, Teneriffa und Gran Canaria.

Aufgrund der komplexen Topographie des Archipels ist es schwierig, genaue Werte vorherzusagen, doch Experten warnen, dass auf jeder Insel Episoden mit Starkregen auftreten könnten. Nach dem Durchzug der Hauptfront werden sich weiterhin Rest-Schauer entwickeln.

Schnee auf den Gipfeln und stürmische Begleiterscheinungen

Zu den vorhergesagten Phänomenen gehört auch die Möglichkeit von Schneefällen in den Gipfellagen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Schnee auf dem Teide und, punktueller, am Roque de los Muchachos auf La Palma fällt, wobei die Schneefallgrenze im letzteren Fall knapp bemessen sein dürfte. Dieses Szenario wird durch das Einströmen kalter Luft in der Höhe begünstigt, was die atmosphärische Instabilität erhöht und das Auftreten von Unwettern in höheren Lagen fördert.

Neben den Niederschlägen bringt das Tief Francis West- und Südwestwinde mit sich, deren Böen in exponierten Gebieten 60 bis 70 Kilometer pro Stunde überschreiten könnten. Zudem wird eine raue Seelage erwartet, was zu erhöhter Vorsicht an der Küste rät.

Eine von Stürmen geprägte Saison

Die Ankunft von Francis fügt sich in eine Saison ein, die von einer Abfolge wetterwirksamer Tiefdruckgebiete geprägt ist. Vor ihm wurden bereits Alice, Benjamin, Claudia, Davide und Emilia registriert. Diese Namensvergabe ist Teil eines Systems, das von den meteorologischen Diensten Südwesteuropas vereinbart wurde, um die Risikokommunikation für die Bevölkerung zu verbessern.

Source

Nach oben scrollen
Share via
Copy link