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Luxusvilla auf Teneriffa: Deutscher wegen 21-Millionen-Euro-Betrugs festgenommen

Internationaler Polizeischlag gegen Betrugsring

In einer gemeinsamen Aktion haben Beamte der spanischen Policía Nacional und des deutschen Bundeskriminalamts (BKA) aus Baden-Württemberg eine kriminelle Organisation zerschlagen. Diese soll zwischen 2012 und 2019 deutsche Investoren um Beträge von über 21 Millionen Euro betrogen haben. Der Hauptbeschuldigte, ein 67-jähriger Mann, lebte im Süden Teneriffas.

Das angebliche Betrugssystem

Laut einer Polizeimitteilung war der Mann Geschäftsführer mehrerer Unternehmen, die auf die Planung und Vermarktung von Bauprojekten spezialisiert waren. Er soll privaten Investoren über Beteiligungsverträge Geld für den Bau eines Hotels sowie eines Kongress- und Parkzentrums in Konstanz (Deutschland) abgenommen haben. Im Jahr 2018 untersagte die Schweizer Finanzmarktaufsicht (FINMA) seine Tätigkeit wegen nicht autorisierter Bankgeschäfte und ordnete die Sperrung der Firmenkonten an. Diese Maßnahme ließ die deutschen Tochtergesellschaften mittellos dastehen und brachte die laufenden Projekte zum Stillstand.

Betrug trotz behördlichem Verbot

Die Polizei erklärt, dass der Beschuldigte trotz dieses Verbots angeblich weiter illegal Geld beschafft habe. Er soll Verträge gefälscht und über zwei Millionen Euro für eigene Zwecke abgezweigt haben. Auf diese Weise habe er neuen Investoren mehr als sechs Millionen Euro zusätzlich entlocken können, indem er ihnen sichere und rentable Anlagen vorgaukelte.

Ermittlungen führen nach Teneriffa

Angesichts des Umfangs der Operation bat die deutsche Polizei die Policía Nacional in Santa Cruz de Tenerife um Zusammenarbeit. Ziel war es, den Aufenthaltsort des Beschuldigten und seiner Lebensgefährtin zu ermitteln sowie eine detaillierte Untersuchung seines Vermögens und seiner finanziellen Verhältnisse in Spanien durchzuführen.

Gleichzeitige Aktion in Deutschland und Spanien

Schließlich kam es zu einer simultanen Aktion: Während der Beschuldigte in Deutschland festgenommen wurde, drangen Beamte in eine Luxusvilla im Süden Teneriffas ein, in der er mit seiner Partnerin lebte. Das Anwesen wird auf einen Wert von zwei Millionen Euro geschätzt. Bei der Durchsuchung wurden zahlreiche dokumentarische Beweismittel beschlagnahmt, darunter Unterlagen im Zusammenhang mit der Untersuchung, Computer und Bargeld. Zusätzlich wurden die spanischen Bankkonten des Mannes gesperrt.

Umfangreiche Vorwürfe

Dem Festgenommenen werden schwere Vergehen zur Last gelegt. Ihm wird vorgeworfen, gegen das deutsche Bankengesetz verstoßen zu haben, indem er in mindestens 748 Fällen zwischen 2012 und 2019 nicht autorisierte Einlagengeschäfte getätigt und den Investoren so einen wirtschaftlichen Schaden von mindestens 21 Millionen Euro zugefügt hat. Darüber hinaus wird ihm Betrug im Rahmen einer kriminellen Vereinigung in Höhe von etwa fünf Millionen Euro zwischen 2018 und 2019 sowie Urkundenfälschung und Untreue vorgeworfen.

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