Dringende Evakuierung auf hoher See
Eine deutsche Passagierin des gleichnamigen Kreuzfahrtschiffes „Mein Schiff 3“ wurde am Montag dringend in ein Krankenhaus auf Gran Canaria geflogen. Die 60-Jährige litt an einer Peritonitis (Bauchfellentzündung), als sich das Schiff etwa 500 Kilometer südlich der Insel befand. Dies gab das Mando Aéreo de Canarias (Luftwaffenkommando der Kanaren) in einer Mitteilung bekannt.
Operation am Limit der Reichweite
Die große Entfernung stellte die Retter vor eine besondere Herausforderung. Der Einsatz lag an der Grenze der operativen Reichweite des eingesetzten Hubschraubers, wie in der Mitteilung hervorgehoben wird. Bei dem Rettungsgerät handelt es sich um einen Helikopter des Servicio Aéreo de Rescate (SAR, Luftrettungsdienst), der zur Ala 46 (Flügel 46) auf der Luftwaffenbasis Gando gehört.
Abgestimmter Rettungseinsatz
Nach der Anfrage zur Verlegung der Patientin wurde die Evakuierung koordiniert. Um den Flug des Hubschraubers zu optimieren und den Treibstoffverbrauch zu minimieren, unterstützte ein Flugzeug derselben Staffel die Mission. Es lieferte wichtige Informationen über die Windverhältnisse in der Höhe. Zuvor nahm die Besatzung des Flugzeugs Kontakt mit dem Kreuzfahrtschiff auf, um die Anflugmanöver des Hubschraubers zu erleichtern.
Erfolgreiche Bergung und Transport
Schließlich erreichte der Rettungshubschrauber das Kreuzfahrtschiff auf hoher See. Die Frau wurde mithilfe einer Rettungswinde an Bord des Helikopters gezogen und sicher nach Gran Canaria geflogen. Dort wurde sie zur weiteren Behandlung in das Hospital Universitario Doctor Negrín in Las Palmas de Gran Canaria eingeliefert.

