632 Notfälle an Heiligabend koordiniert
Das Koordinierungszentrum für Notfälle und Sicherheit (Cecoes) 112 der Kanarischen Regierung hat an Heiligabend die Einsatzkräfte zu 632 Vorfällen alarmiert. Dies bedeutet einen Anstieg von 6,04 Prozent im Vergleich zum Heiligabend des Vorjahres 2024. In einer Mitteilung wies die Leitstelle jedoch darauf hin, dass die Zahl der eingehenden Anrufe deutlich gesunken ist: Von 22 Uhr am 24. Dezember bis 7 Uhr am heutigen Weihnachtstag gingen 1.692 Anrufe ein, gegenüber 2.424 im Jahr zuvor. Dies entspricht einem Rückgang von 30,2 Prozent.
Laut der Behörde zeigt diese Entwicklung, dass die Bevölkerung den Notruf 112 zunehmend verantwortungsbewusst nutzt. Die Nummer werde hauptsächlich für echte Not- und Dringlichkeitsfälle gewählt und weniger für allgemeine Anfragen oder Informationsgespräche.
Starker Anstieg bei Unfällen, Rückgang bei Sicherheitsvorfällen
Im Gegensatz zum Vorjahr nahm die Aktivität in fast allen Einsatzbereichen zu. Eine Ausnahme bildete der Sicherheitssektor, zu dem Delikte wie Eigentumsdelikte, öffentliche Unruhe oder Gewalttaten zählen. Hier ging die Zahl der gemeldeten Vorfälle um 5,6 Prozent zurück, von 301 im Jahr 2024 auf 284 in dieser Nacht.
Besonders deutlich war der Anstieg bei Unfällen, sowohl im Straßenverkehr als auch sonstigen. Hier verzeichnete der 112 eine Steigerung von 82,1 Prozent: Waren es im Vorjahr 28 Einsätze, so mussten die Rettungskräfte in diesem Jahr zu 51 Unfällen ausrücken. Auch die Feuerwehr, der Rettungs- und Bergedienst war häufiger gefordert. Die Einsätze stiegen von sieben auf neun, was einem Plus von 28,5 Prozent entspricht.
Mehr medizinische Notfälle und technische Hilfeleistungen
Die Zahl der medizinischen Notfälle – dazu zählen akute Erkrankungen, Arztkonsultationen und Patiententransporte von Gesundheitszentren zu Krankenhäusern – stieg um 6,5 Prozent. Der 112 koordinierte 262 solcher Einsätze, nach 246 im Vorjahr.
Weitere 26 Vorfälle, die von der Leitstelle bearbeitet wurden, fielen unter den Bereich technische Hilfeleistungen. Dazu gehören Ereignisse wie Straßensperrungen durch Erdrutsche, herabgefallene Stromleitungen, die Rettung von Tieren oder das Abpumpen von Wasser.
Gran Canaria verzeichnete die meisten Einsätze
Aufgeschlüsselt nach den beiden kanarischen Provinzen war die operative Leitstelle in Gran Canaria am stärksten gefordert. Sie koordinierte 373 Vorfälle. Auf der Nachbarinsel Teneriffa wurden 259 Notfälle von der dortigen Leitstelle bearbeitet.
Kampagne für eine sichere Weihnachtszeit
Der 112 der Kanarischen Regierung setzt seine Aufklärungskampagne für mehr Selbstschutz in der Bevölkerung fort. Unter dem Motto „Sichere Weihnachten“ („Navidad Segura“) veröffentlicht die Behörde in den sozialen Medien eine Reihe von Video-Tipps. Darin geben verschiedene Fachleute aus dem Rettungswesen einfache Ratschläge, um Risiken zu vermeiden, denen man in der Weihnachtszeit besonders ausgesetzt sein kann. Diese Zeit ist geprägt von Feiern und Veranstaltungen mit großem Publikumsandrang, so die Mitteilung abschließend.

