Vier Festnahmen nach Razzien auf Gran Canaria
Die Nationalpolizei und die autonome Polizei der Kanarischen Inseln (Policía Autonómica Canaria) haben auf Gran Canaria ein mutmaßliches Netzwerk zur sexuellen Ausbeutung von Minderjährigen zerschlagen. Vier Personen wurden festgenommen und sind bereits in Untersuchungshaft. Ihnen wird vorgeworfen, sexuelle Kontakte zu schutzbefohlenen Minderjährigen des kanarischen Regionalregierung vermittelt zu haben.
Ermittlungen zu schweren Sexualdelikten
Im Rahmen der noch laufenden Ermittlungen wegen mutmaßlicher Straftaten gegen die sexuelle Freiheit und Unversehrtheit von Minderjährigen führten die Behörden diese Woche vier simultane Hausdurchsuchungen durch. Zwei fanden in Las Palmas de Gran Canaria und zwei weitere in Santa Lucía de Tirajana statt. Dabei konnten sieben mutmaßliche Opfer identifiziert werden. Die Polizei schließt weitere Festnahmen nicht aus.
Beschlagnahmte Beweismittel
Während der Razzien wurden neben den vier Festnahmen zahlreiche Beweismittel sichergestellt. Wie die Oberste Polizeibehörde der Kanaren (Jefatura Superior de Policía de Canarias) in einer Mitteilung detailliert bekannt gab, beschlagnahmten die Ermittler digitale und informatisches Material, Datenspeichergeräte, eine Revolver-Schusswaffe und Rauschgift. Den Ermittlungen zufolge sollen die Festgenommenen an der Vermittlung sexueller Treffen mit Minderjährigen beteiligt gewesen sein. Die mutmaßlichen Opfer sind junge Menschen, die in Schutz- und Betreuungseinrichtungen der kanarischen Regionalregierung untergebracht waren.

