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Guardia Civil zerschlägt landesweiten Pellets-Betrugsring

Guardia Civil zerschlägt landesweiten Pellets-Betrugsring

Die Guardia Civil hat mehrere kriminelle Netzwerke ausgehoben, die sich auf Betrug durch Identitätsdiebstahl beim Online-Verkauf von Pellets spezialisiert hatten. Bei der Operation wurden zwölf Personen aus sechs autonomen Gemeinschaften Spanien der Justiz vorgeführt. Es gibt über 150 Geschädigte im ganzen Land, wobei nicht ausgeschlossen wird, dass die tatsächliche Zahl noch höher liegt. Der entstandene wirtschaftliche Schaden beläuft sich auf mehr als 200.000 Euro.

Festnahmen von den Kanaren bis ins Baskenland

In einer Mitteilung gab die Guardia Civil von Burgos am Mittwoch Einzelheiten bekannt. Demnach wurden zwölf Personen im Alter zwischen 25 und 40 Jahren festgenommen und der Justiz überstellt. Die Verdächtigen wurden auf den Kanarischen Inseln, in Katalonien, dem Baskenland, der Valencianischen Gemeinschaft, Extremadura und der Region Murcia lokalisiert. Die Ermittlungen ergaben, dass ein Teil des Geldes in Länder im südlichen Afrika transferiert wurde. Ein anderer Prozentsatz wurde unter den in Spanien ansässigen Mitgliedern des Netzwerks verteilt, wobei fortlaufende Geldbewegungen die Nachverfolgung erschweren sollten.

Auslöser war eine Beschwerde aus Burgos

Die Operation startete nach einer Anzeige des burgalesischen Unternehmens BURPELLET, dem Hauptgeschädigten. Das Unternehmen meldete, dass zahlreiche Personen sie telefonisch kontaktierten und Lieferungen für angeblich über deren Webseite getätigte Bestellungen reklamierten. Die Nachforschungen ergaben, dass diese Käufe nicht auf der offiziellen Webadresse des Unternehmens, sondern auf fremden Seiten getätigt worden waren. Diese Seiten hatten die Handelsmarke, den Inhalt, die Handelsdaten und die Kontakttelefonnummer des Unternehmens nachgeahmt und so die Käufer in die Irre geführt.

27 gefälschte Webseiten und 40 Konten identifiziert

Daraufhin leiteten Beamte des Technologischen Ermittlungsteams (EDITE) der Kommandantur von Burgos die Identifizierung der Verantwortlichen, die Sperrung der betrügerischen Domains und die Rückforderung des betrogenen Geldes ein. Mit dem Fortschritt der Ermittlungen konnten 27 mit dem Betrug in Verbindung stehende Webseiten identifiziert werden, einige davon ausländisch, sowie 40 Bankkonten, die für die Abwicklung der Zahlungen der Opfer genutzt wurden. Bislang wurden über 150 Geschädigte im gesamten Land festgestellt, wobei die tatsächliche Zahl möglicherweise viel höher ist. Den Beteiligten werden die Straftaten Betrug, Geldwäsche und Zugehörigkeit zu einer kriminellen Vereinigung zur Last gelegt, sowie weitere Straftaten im Zusammenhang mit geistigem und gewerblichem Eigentum aufgrund der unbefugten Nutzung der Marken und Designs des betroffenen Unternehmens.

Ermittlungen dauern an

Sowohl die eingeleiteten Verfahren als auch die mutmaßlichen Täter wurden dem Ermittlungsgericht von Salas de los Infantes vorgeführt. Die Ermittlungen bleiben offen, um die vollständige Aufklärung der Fakten zu gewährleisten, daher sind weitere Festnahmen in Zukunft nicht ausgeschlossen. Die Guardia Civil hat von anderen Unternehmen der Branche erfahren, die von ähnlichen Praktiken betroffen sind. Daher wird der Bevölkerung empfohlen, beim Online-Kauf besonders vorsichtig zu sein, insbesondere bei Angeboten mit Preisen, die deutlich unter dem Marktniveau liegen, oder bei Webseiten, die ausschließlich Zahlungen per Banküberweisung verlangen.

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