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Norweger in Arguineguín ausgeraubt: Täter nach zwei Wochen gefasst

Brutaler Raubüberfall in Touristenzentrum

Die Guardia Civil im südlichen Gran Canaria hat einen Mann als mutmaßlichen Täter eines Raubes mit Gewalt und Einschüchterung festgenommen. Das Opfer ist ein norwegischer Staatsbürger, der angegriffen wurde, nachdem der Täter 50 Euro für die Rückgabe seiner zuvor entwendeten Autoschlüssel gefordert hatte. In einer Mitteilung teilte die Behörde zudem mit, dass gegen den Festgenommenen drei gültige richterliche Haftbefehle wegen Fahndung, Festnahme und Vorführung vorlagen, die von verschiedenen Gerichten erlassen worden waren.

Der Ablauf der Tat

Die Ereignisse spielten sich am 20. November gegen 01:30 Uhr nachts ab. Das Opfer befand sich in seinem privaten Fahrzeug auf einer Hauptstraße in Arguineguín, als sich der Angreifer in das Auto setzte und darum bat, die Straße hinaufgefahren zu werden. Nach einer kurzen Fahrt hielt der Fahrer in einer Straße in der Nähe der Wohnadresse des Angreifers. Dieser riss ihm daraufhin den Zündschlüssel ab und forderte 50 Euro als Lösegeld für dessen Rückgabe.

Als das Opfer die Zahlung verweigerte und angab, kein Bargeld bei sich zu haben, stieg der Täter aus dem Wagen. Als der Geschädigte versuchte, die Schlüssel zurückzuerlangen, wurde er angegriffen und zu Boden gestoßen. Der Räuber durchsuchte seine Taschen und die Brieftasche. Da er kein Bargeld fand, entwendete er lediglich das Mobiltelefon und warf die übrigen Gegenstände weg.

Verletzungen des Opfers und Ermittlungsansatz

In Folge des Angriffs erlitt das Opfer verschiedene Verletzungen, darunter einen Schlag auf das Jochbein sowie mehrere Abschürfungen und Wunden an der Nase, den Knien und anderen Körperstellen, die durch den Sturz und das Schleifen verursacht wurden.

Das Untersuchungsteam der Hauptwache Puerto Rico-Mogán leitete daraufhin eine umfangreiche Datenerhebung ein. Die Beschreibung durch das Opfer ermöglichte es, die Ermittlungen auf einen konkreten Verdächtigen zu konzentrieren. Ein entscheidendes Detail war dabei, dass der Täter fließend Englisch und sogar Norwegisch sprach. Dieses Merkmal lenkte die Nachforschungen auf einen bekannten Straftäter der Region mit Vorstrafen, von dem bekannt war, dass er in Norwegen gelebt hatte – eine Tatsache, die bereits aus früheren Ermittlungen dokumentiert war.

Täter identifiziert und festgenommen

Weiterhin verstärkte das Modus Operandi des Verdächtigen – das Verdecken eines Teils seiner Tätowierungen, insbesondere am Hals, durch hochgeschlossene Kleidung – die Verbindung zu den untersuchten Ereignissen. Auf dieser Grundlage rekonstruierten die Beamten die Fluchtroute des Täters und werteten Sicherheitsaufnahmen mehrerer Apartmentkomplexe und Wohnhäuser in der Nähe des Tatorts aus. So konnte seine Identität festgestellt werden, die später auch vom Opfer bestätigt wurde.

Der Verdächtige, der seit 2003 zahlreiche Vorstrafen wegen Eigentumsdelikten, Körperverletzung, Bedrohung und Nötigung hat, wurde schließlich auf einer Hauptstraße des Touristenzentrums lokalisiert und festgenommen. Die Guardia Civil betonte, dass die Festnahme nicht einfach war, da der Mann nachts aktiv war, sich tagsüber versteckt hielt und mögliche Begegnungen mit den Sicherheitskräften vermied, indem er häufig nach Norwegen reiste. Dennoch gelang seine Ergreifung in weniger als zwei Wochen.

Vor Gericht

Der Festgenommene wurde dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt. Ihm wird nun ein Raubdelikt mit Gewalt und Einschüchterung zur Last gelegt. Zudem muss er sich für die drei gegen ihn vorliegenden richterlichen Haftbefehle verantworten.

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