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10,5 Millionen Euro für neue Polizei- und Guardia-Civil-Gebäude

Milliarden-Investition in die Sicherheit erreicht die Kanaren

Das spanische Ministerkabinett hat dem Innenministerium eine Investition von 10,5 Millionen Euro für die Kanarischen Inseln genehmigt. Das Geld fließt in die zweite Phase des „Plans für Infrastrukturen der Staatssicherheit“ (PLISE), der bereits 2019 gestartet wurde. Für den Archipel bedeutet dies konkret den Bau einer neuen lokalen Kommissariate der Nationalpolizei in Puerto del Rosario auf Fuerteventura. Dieses Projekt ist mit einem Budget von 7,5 Millionen Euro ausgestattet. Zudem wird der Bau des neuen Hauptquartiers für die Einheit „Gruppe für Reserve und Sicherheit Nr. 8“ (GRS-8) der Guardia Civil in Santa Cruz de Tenerife vorangetrieben, für das 3 Millionen Euro veranschlagt sind.

Größtes Investitionsprogramm für Sicherheitsgebäude der Demokratie

Diese Maßnahmen sind Teil der zweiten Phase des PLISE, die für das gesamte Land eine Gesamtinvestition von 900 Millionen Euro vorsieht. Laut einer Mitteilung des Innenministeriums handelt es sich dabei um die größte Investition in die Renovierung, Sanierung oder den Neubau von Polizeigebäuden in der gesamten demokratischen Geschichte Spaniens. Das Programm soll bis 2034 laufen. Die Investitionssumme von 900 Millionen Euro bedeutet eine Steigerung von 50 Prozent gegenüber dem ersten PLISE für die Jahre 2019 bis 2025, der ursprünglich mit 600 Millionen Euro ausgestattet war.

Verteilung der Mittel und Zustand des Gebäudebestands

Von den 900 Millionen Euro werden 800 Millionen für Bau- oder Sanierungsprojekte von Immobilien verwendet, die dem Staatssekretariat für Sicherheit, der Nationalpolizei und der Guardia Civil unterstehen. Die verbleibenden 100 Millionen Euro finanzieren verschiedene geplante Maßnahmen in den autonomen Städten Ceuta und Melilla an der nordafrikanischen Küste. Der gesamte Immobilienbestand, der den Sicherheitskräften und -einheiten des Staates zugeordnet ist, umfasst 3.302 Gebäude. Davon sind 694 der Generaldirektion der Polizei und 2.608 der Generaldirektion der Guardia Civil zugeordnet.

Hintergrund: Der PLISE-Plan seit 2019

Angesichts des Alters und der veralteten Ausstattung eines Großteils dieses Immobilienparks hatte das Ministerkabinett am 18. Januar 2019 den „Plan für Infrastrukturen der Staatssicherheit 2019-2025“ gebilligt. Dieser sah eine Investition von 600 Millionen Euro über sieben Jahre für die Renovierung und den Bau von Kommissariaten der Nationalpolizei, Kasernen der Guardia Civil und besonderen Gebäuden des Staatssekretariats für Sicherheit vor. Im Jahr 2021 wurde dieses Budget um 400 Millionen Euro aus den europäischen NextGenerationEU-Mitteln aufgestockt. Diese Mittel wurden vom Ministerium für den ökologischen Wandel und die demografische Herausforderung im Rahmen des nationalen Aufbauplans (Plan de Recuperación, Transformación y Resiliencia, PRTR) bereitgestellt, um die Energieeffizienz der sanierten oder neu gebauten Immobilien zu verbessern.

Gesamtbilanz: Fast zwei Milliarden Euro bis 2034

Nach der Umsetzung des nun am Dienstag (24. März 2026) vom Ministerkabinett genehmigten außerordentlichen PLISE-II für die Jahre 2026-2034 wird das Innenministerium seit 2019 insgesamt 1.900 Millionen Euro in die Modernisierung und Verbesserung der polizeilichen Infrastruktur investiert haben. Diese Summe beinhaltet noch nicht die Maßnahmen, die sowohl die Nationalpolizei als auch die Guardia Civil in diesen fünfzehn Jahren aus ihren eigenen Haushalten finanzieren werden.

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