mietpreise kanaren steigen 2025

Mietpreise auf den Kanaren steigen 2025 um 12,8%

Zweithöchster Mietanstieg in Spanien

Der Wohnungsmarkt auf den Kanarischen Inseln bleibt für Mieter eine teure Angelegenheit. Im Jahr 2025 stiegen die Mietpreise in der autonomen Gemeinschaft der Kanaren um 12,8%. Damit verzeichneten die Inseln den zweithöchsten Preisanstieg in ganz Spanien, übertroffen nur noch von der Region Kastilien-La Mancha mit einem Plus von 19,8%. Dies geht aus den aktuellen Daten der großen spanischen Immobilienportale hervor.

Gesamttrend: Moderateres Wachstum auf nationaler Ebene

Im gesamten Land hat sich der Anstieg der Mietpreise im Vergleich zu den Vorjahren etwas abgemildert. Das Portal Fotocasa meldet für 2025 einen durchschnittlichen Preisanstieg von 6,9%, während Idealista von 8,5% ausgeht. Offizielle Statistiken liegen noch nicht vor. Fotocasa weist darauf hin, dass sich die Mieten damit zum vierten Jahr in Folge verteuert haben. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis pro Monat lag Ende 2025 bei 14,21 Euro. Das sind fast 7% mehr als im Jahr 2024, in dem der Anstieg noch im zweistelligen Bereich lag (14%). Idealista beziffert die durchschnittliche Monatsmiete auf 14,70 Euro pro Quadratmeter und verzeichnet ebenfalls einen geringeren Zuwachs als 2024 (11,5%), dem Jahr der Höchststände.

Die teuersten und dynamischsten Regionen

Laut Fotocasa war die autonome Gemeinschaft Madrid im Jahr 2025 mit 20,30 Euro/m²/Monat die teuerste Region zum Mieten, gefolgt von Katalonien (20,02 Euro) und den Balearen (18,70 Euro). Interessanterweise war Madrid (-1,4%) die einzige Region, die einen jährlichen Rückgang verzeichnete. Die stärksten prozentualen Steigerungen gab es dagegen in Kastilien-La Mancha (19,8%), auf den Kanaren (12,8%) und in Katalonien (11,5%).

Idealista hebt hervor, dass unter den großen Ballungsräumen die stärksten Preisanstiege in Madrid (9,7%), Alicante (8,3%), Sevilla (7%), Valencia (6,4%), Palma de Mallorca (6,4%), Málaga (4,7%), Bilbao (3,1%) und Barcelona (1,9%) zu finden waren. Betrachtet man nur die Hauptstädte der Provinzen, ist Barcelona mit 23,80 Euro/m²/Monat am teuersten, vor Madrid (22,70 Euro) und Palma de Mallorca (18,30 Euro).

Erste Anzeichen einer Stabilisierung?

Fotocasa zufolge war der Anstieg im Dezember 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat der moderateste des gesamten Jahres, womit die zweistelligen Steigerungsraten vorerst Geschichte sind. Die Experten des Portals sehen darin jedoch noch keinen klaren Trendwechsel, sondern ein erstes Anzeichen für eine mögliche Stabilisierung. Der Mietmarkt bewege sich auf zwei Geschwindigkeiten: Regionen mit starker Wirtschaft und hoher Nachfrage dämpften ihr Wachstum, während weniger angespannte Gebiete weiterhin intensive Preisanstiege erlebten. Dies deute auf eine Verlagerung der Nachfrage in günstigere Regionen hin.

Prognosen für 2026 und das Kernproblem

Für das laufende Jahr 2026 prognostiziert Fotocasa einen weiteren Anstieg der Mietpreise von rund 7%. Das größte Problem des Marktes bleibt laut Idealista jedoch das knappe Angebot. Zwar entspannten sich die Preise in Gegenden, in denen regulatorisch eingegriffen wurde (z.B. durch Mietpreisbremsen), in anderen Regionen stiegen sie weiter. Dieser staatliche Preisdruck gehe jedoch zu Lasten der Mieter, die feststellen müssten, dass das Angebot weiter schrumpfe und die Vertragsbedingungen sich verschärften.

Das Portal Pisos.com, das für 2025 einen noch höheren Anstieg von 16,6% ausweist, erwartet für 2026 eine Dämpfung auf 7,8%. Die Suche nach einer Wohnung, die mit einem Durchschnittsgehalt bezahlbar ist, habe sich zu einem komplexen, frustrierenden und entmutigenden Prozess entwickelt.

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