Gemeinde beendet illegale Wohnwagensiedlung in El Cotillo
Die Gemeindeverwaltung (Ayuntamiento) von La Oliva auf Fuerteventura hat Fahrzeuge entfernt, die in der Ortschaft El Cotillo zu Wohnzwecken genutzt wurden. Die Maßnahme, die am Montag angekündigt wurde, zielt darauf ab, Umweltverschmutzung, Müllansammlungen und die dauerhafte, nicht genehmigte Nutzung privater Baugrundstücke in der Gemeinde zu verhindern.
Monatelange Vorbereitung und behutsame Durchführung
Der Eingriff, der von der Abteilung für Umwelt initiiert und koordiniert wurde, erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei, Umweltbeauftragten und den städtischen Reinigungsdiensten, wie die Gemeinde mitteilte. Die Aktion sei Teil eines langen und komplexen Verwaltungsverfahrens, das Monate der Überwachung, technische Inspektionen, Polizeiberichte und formelle Aufforderungen an die Grundstückseigentümer erforderte. Während der Arbeiten wurden verlassene Fahrzeuge mit Wohnnutzung entfernt, angesammelter Müll und Hausrat ordnungsgemäß entsorgt und nicht mehr fahrbereite Fahrzeuge zur Verschrottung gebracht.
Hilfe für Betroffene, aber klare Haltung gegen Regelverstöße
Parallel dazu bot die Gemeindeverwaltung den Menschen, die sich in dem Gebiet aufhielten, Informationen, Begleitung und logistische Unterstützung an und handelte dabei „mit Einfühlungsvermögen und Respekt“, wie es in der Mitteilung heißt. In diesem Zusammenhang stellt die Gemeinde klar, dass viele der Personen, die diese Flächen dauerhaft nutzten, über eine Wohnung oder ein Zweitwohnhaus verfügten. Es handelte sich daher nicht um allgemeine Fälle sozialer Ausgrenzung, sondern um Bodennutzungen, die nicht den geltenden Vorschriften entsprachen und negative Umwelt- und optische Auswirkungen hatten.
Bürgermeisterin betont Verantwortung für Umwelt und Gemeinwohl
Die Bürgermeisterin von La Oliva, Isa Blanco, hob die institutionelle Verantwortung der Maßnahme hervor: „Unsere Pflicht ist es, die Umwelt, das Zusammenleben und das Image der Gemeinde zu schützen. Wir haben sensibel gehandelt, zugehört und begleitet, aber auch mit Entschlossenheit, um zu verhindern, dass sich unzulässige Situationen verfestigen und zu größeren Problemen führen.“ Der Umweltstadtrat, David Fajardo, fügte hinzu, dass diese Aktion „das Ergebnis monatelanger diskreter und konstanter Arbeit“ sei.
Privatgrundstücke müssen sauber und sicher gehalten werden
Die Gemeinde erinnert daran, dass private Baugrundstücke in einem sauberen, sicheren und gesunden Zustand gehalten werden müssen – nicht nur aus ästhetischen Gründen oder wegen des Tourismusimages, sondern auch aus Gründen der öffentlichen Gesundheit und zur Risikoprävention, beispielsweise vor Bränden oder Gesundheitsgefahren. Einige schwerwiegendere Fälle wurden bereits an die Umweltbehörde der Kanarischen Regierung (Agencia de Protección del Medio Natural) überwiesen. Die Gemeinde wird die Überwachungsarbeiten fortsetzen, um ein erneutes Auftreten unzulässiger Nutzungen zu verhindern.

