Immobilienverkäufe erholen sich im November
Der Kauf und Verkauf von Wohnimmobilien in Spanien hat sich im November 2025 erholt und ist gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,8% gestiegen. Nach dem Rückgang im Oktober wurden im vergangenen November insgesamt 58.546 Transaktionen gezählt. Besonders hervorzuheben ist, dass die Kanarischen Inseln die autonome Gemeinschaft mit dem stärksten Anstieg dieser Geschäfte war: ein Plus von 30,2%. Dies geht aus den Daten hervor, die das Nationale Statistikinstitut (INE) an diesem Montag veröffentlicht hat.
Starker Jahresverlauf trotz Schwankungen
Bis zum Jahresende fehlt noch ein Monat, doch in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 haben die Immobilientransaktionen bereits einen Anstieg von 11,8% verzeichnet. Mit 660.089 Geschäften wurde damit ein Wert erreicht, der höher liegt als in jedem kompletten Jahr seit 2007. Damals, auf dem Höhepunkt der Immobilienblase, wurden 775.300 Transaktionen registriert.
Die Entwicklung im Jahr 2025 war dynamisch: Nach einem Anstieg von 11% im Januar und 13,9% im Februar, schoss die Zahl der Verkäufe im März um 40,6% in die Höhe. Im April flaute das Wachstum auf 2,3% ab, um im Mai mit 39,7% wieder zweistellig zuzulegen. Im Juni betrug der Anstieg knapp 18% und im Juli 13,7%. Diese Serie von Zuwächsen wurde im August durch einen Rückgang von 3,4% nach 13 Monaten im Plus unterbrochen. Im September ging es mit einem Plus von 3,8% wieder aufwärts, bevor die Verkäufe im Oktober erneut um 2,5% einbrachen. Im November folgte dann die aktuelle Erholung mit einem Wachstum von 7,8%.
Zweitwohnungsmarkt auf Rekordniveau
In einem Marktumfeld, das von einem knappen Angebot bei wachsender Nachfrage und den daraus resultierenden steigenden Preisen geprägt ist, legten die Verkäufe von Gebrauchtimmobilien im November besonders stark zu. Sie stiegen um 8,9% auf 45.804 Einheiten. Damit machen sie mehr als 78% aller Transaktionen aus. Laut der Statistik des INE, die auf den Daten der Grundbücher basiert, ist dies die höchste Zahl an Gebrauchtimmobilien-Verkäufen, die jemals in einem November seit Beginn der historischen Datenreihe verzeichnet wurde.
Die Verkäufe von Neubauwohnungen stiegen im November um 4,1% auf 12.742 Einheiten. Damit erholten sie sich von dem Rückgang im Oktober, der eine 15-monatige Serie von Zuwächsen beendet hatte. So viele Neubauwohnungen wurden zuletzt im November 2011 verkauft.
Freie Wohnungen dominieren den Markt
Nach Wohnungstyp dominierten im November die freien Wohnungen (also nicht preisgebundene) den Markt. Sie machten mit 54.790 Transaktionen 93% des Gesamtvolumens aus und verzeichneten ein Plus von 9,1% gegenüber November 2024. Im Gegensatz dazu fielen die Verkäufe von preisgebundenen Sozialwohnungen („vivienda protegida“) um 8,5% auf 3.756 Operationen.
Im Vergleich zum Vormonat Oktober gingen die Wohnungsverkäufe im November jedoch saisonbereinigt um 13,6% zurück. Konkret reduzierten sich die Verkäufe von Gebrauchtimmobilien um 14,1%, während die Neubauverkäufe um etwa 12% einbrachen. Sowohl bei den freien als auch bei den preisgebundenen Wohnungen gab es Rückgänge gegenüber Oktober. Der stärkste Rückgang betraf die preisgebundenen Wohnungen (-15,7%), während die freien Wohnungen um 13,5% weniger verkauft wurden.
Kanaren mit stärkstem regionalem Wachstum
In den ersten elf Monaten des Jahres 2025 stiegen die Wohnungsverkäufe insgesamt um 11,8% auf 660.089 Transaktionen. Neubauwohnungen verzeichneten dabei mit +17,3% den größten Zuwachs, während Gebrauchtimmobilien um 10,4% zulegten. Nach Wohnungstyp stiegen die freien Wohnungen im Jahresvergleich um 12,6%, die preisgebundenen um 2,1%.
Im November lagen die Kanarischen Inseln mit einem Wachstum von 30,2% an der Spitze der Regionen mit den höchsten Zuwächsen bei den registrierten Wohnungsverkäufen. Es folgten Navarra (21,6%) und Murcia (18%). Weitere sechs autonome Gemeinschaften verzeichneten ebenfalls zweistellige Wachstumsraten.
Im Gegensatz dazu gingen die Immobilientransaktionen in drei Regionen zurück: in der Autonomen Gemeinschaft Madrid (-9,4%), in Asturien (-5,9%) und auf den Balearen (-3,3%).

