Cayuco erreicht Hafen von La Restinga
Ein Cayuco mit 97 Menschen an Bord, darunter ein erst drei Monate alter Säugling, ist in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (27. auf 28. Januar) gegen 23:00 Uhr aus eigener Kraft an der kleinsten Kanareninsel El Hierro angekommen. Dies gaben die Rettungsdienste am Donnerstag bekannt. Die Holzboot gelangte in den Hafen von La Restinga in der Gemeinde El Pinar.
Alle Insassen wohlauf – medizinische Versorgung vor Ort
Erfreulicherweise musste nach der Ankunft niemand in das Inselkrankenhaus Hospital Insular Nuestra Señora de los Reyes gebracht werden. Alle 97 Personen, die überwiegend aus Subsahara-Afrika stammen, konnten direkt am Kai versorgt werden. Bei den Ankömmlingen handelt es sich laut den Sanitätsdiensten überwiegend um Männer. Unter ihnen waren 19 Frauen und drei Minderjährige, darunter das Baby.
Großangelegter Einsatz am Kai
Die medizinische Erstversorgung und Betreuung übernahmen am Hafen das Soforteinsatzteam (Equipo de Respuesta Inmediata en Emergencias, ERIE) des Roten Kreuzes und der Kanarische Rettungsdienst (Servicio de Urgencias Canarias, SUC). Vor Ort waren zudem der Hafenwachdienst, die Guardia Civil und die Policia Nacional im Einsatz.
Neuntägige Überfahrt aus Westafrika
Nach Angaben der Migranten selbst dauerte ihre gefährliche Überfahrt über den Atlantik neun Tage. Sie starteten in Brufut in Gambia. An Bord des einfachen Bootes befanden sich Menschen aus Gambia, Senegal, Guinea-Conakry, Mali, Burkina Faso und der Elfenbeinküste.
Unterbringung in der Erstaufnahmeeinrichtung
Die Gruppe wurde in das Zentrum zur vorübergehenden Unterbringung von Ausländern (Centro de Atención Temporal de Extranjeros, CATE) im Ort San Andrés in der Gemeinde Valverde gebracht. Dort werden sie von der Nichtregierungsorganisation Corazón Naranja – Ebrima Sonko betreut. Sie bleiben unter polizeilicher Aufsicht, bis sie zu weiteren Einrichtungen außerhalb der Insel El Hierro weitergeleitet werden.

