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Suche nach US-Student nach Sturz in See bei Lanzarote

Großaufgebot sucht vermissten US-Studenten

Die Suche nach einem in Lanzarote vermissten US-amerikanischen Studenten ist am Dienstag intensiviert worden. Feuerwehrleute des Notfallkonsortiums der Insel, ein Hubschrauber der Notrufzentrale 1-1-2 und zwei Teams der Spezialgruppe für Unterwasseraktivitäten der Guardia Civil (GEAS) haben sich der Suchaktion angeschlossen. Bereits am Montag hatte die Lokalpolizei der Gemeinde Yaiza die Suche mit einer Drohne und Wärmebildkamera unterstützt. Der junge Mann war am Sonntag an der Südküste der Insel nach einem heftigen Wellenschlag im Meer verschwunden.

Vier Freunde von Welle überrascht

Der Student verschwand, nachdem ihn in der Gegend von Los Charcones im Südwesten Lanzarotes eine sogenannte „Wand aus Wasser“ erfasst hatte. Derselbe Wellenschlag überraschte auch drei weitere Landsleute, die jedoch mit Hilfe der Rettungsdienste überlebten. Seit dem Vorfall sucht ein Notfalleinsatz, an dem die Seenotrettung (Salvamento Marítimo), die Guardia Civil und Einheiten der Lokalpolizei beteiligt sind, nach dem Vermissten. Die vier jungen Männer im Alter zwischen 19 und 21 Jahren studieren in Madrid und waren nach Lanzarote gereist.

Zutritt trotz Sperrung und Sturmwarnung

Nach ihrer Ankunft auf der Insel gelangten die Freunde zu Fuß in das Gebiet von Los Charcones, dessen Zufahrtsstraße durch einen Zaun gesperrt ist. Dort wurden sie von der plötzlichen Riesenwelle überrascht, die zwei von ihnen ins Wasser riss. Einer von ihnen konnte etwa 800 Meter entfernt vom Hubschrauber der Notfall- und Rettungsgruppe der Kanarenregierung gerettet werden. Die anderen beiden erlitten leichte Verletzungen und blieben zwischen den Felsen zurück; sie lehnten eine medizinische Versorgung ab.

Großeinsatz unter gefährlichen Bedingungen

Am Sonntag waren bereits ein Hubschrauber der Seenotrettung, ein Boot derselben Behörde und ein weiteres der Guardia Civil an der Suche nach dem Vermissten beteiligt. Dazu kamen Feuerwehrleute mit einem Jetski und die Lokalpolizei an Land. Der Unfall ereignete sich, als eine vom Kanarischen Gobierno für alle Inseln verhängte Warnung vor starkem Seegang in Kraft war. Seit 6:00 Uhr morgens war eine Alarmstufe aktiv, da an den Küsten von Lanzarote und Fuerteventura Wellen von über 5 Metern Höhe erwartet wurden.

Baden in der Zone strengstens verboten

Wie das Notfallkonsortium mitteilte, war das Baden in der Zone, in der sich die jungen Männer aufhielten, aufgrund dieser Warnung strengstens verboten. In dem Gebiet gibt es natürliche Gezeitentümpel, die oft von Besuchern aufgesucht werden – nicht zuletzt wegen der Popularität, die solche Orte in sozialen Netzwerken gefunden haben. Die Behörden betonen jedoch immer wieder die lebensgefährlichen Risiken an diesen ungeschützten Küstenabschnitten, besonders bei starkem Wellengang.

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