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Hinter den Kulissen der Trauminsel: Gefährliche Tiere auf Teneriffa – die Geheimnisse der Fauna Teneriffas

Teneriffa, die größte Insel des Kanarischen Archipels, begeistert Touristen mit wunderschönen Stränden, malerischen Landschaften und einem angenehmen, subtropischen Klima. Doch diese Trauminsel birgt neben ihren unbestreitbaren Reizen auch einige Geheimnisse im Zusammenhang mit ihrer Fauna. Während die meisten Tiere, die Teneriffa bewohnen, für Menschen ungefährlich sind, lohnt es sich, über potenzielle Gefahren Bescheid zu wissen, um den Urlaub sicher genießen zu können.

Gefährliche Tiere auf Teneriffa

Gefahren im Meer rund um Teneriffa

Portugiesische Galeere (Physalia physalis)

Eines der gefährlichsten Lebewesen, dem man in den Gewässern um Teneriffa begegnen kann, ist die Portugiesische Galeere. Obwohl sie wie eine Qualle aussieht, handelt es sich in Wirklichkeit um eine Kolonie von Organismen, die gemeinsam einen Organismus bilden. Ihre charakteristische blau-violette Gasblase schwebt an der Wasseroberfläche, während die langen, giftigen Tentakel sich bis zu 30 Meter tief in den Ozean erstrecken können.

Der Kontakt mit den Tentakeln der Portugiesischen Galeere verursacht sofortige, intensive Schmerzen, die viele Stunden anhalten können. Die Verbrennung kann zu Schwellungen, Blasen und in schwereren Fällen sogar zu Atembeschwerden, Fieber und Kreislaufkollaps führen. In extremen Situationen, besonders bei Menschen mit geschwächter Gesundheit oder Allergikern, kann sie sogar lebensbedrohlich sein.

Haie in den Gewässern Teneriffas

In den Gewässern um Teneriffa leben mehrere Haiarten, aber die meisten von ihnen stellen keine reale Gefahr für Menschen dar:

  • Blauhaie (Prionace glauca) – erreichen bis zu 3 Meter Länge, leben aber hauptsächlich auf dem offenen Ozean
  • Hammerhaie (Sphyrna) – mit charakteristischem hammerförmigem Kopf, werden 3-6 Meter groß, nähern sich aber selten den Stränden
  • Engelhaie (Squatina) – haben einen flachen Körper und leben auf sandigem Grund, sind für Menschen ungefährlich

Obwohl in den kanarischen Gewässern theoretisch auch gefährlichere Arten wie der Weiße Hai oder Tigerhai auftauchen könnten, werden diese äußerst selten gesichtet, und Haiangriffe auf Teneriffa kommen praktisch nicht vor. Dennoch sollte man grundlegende Sicherheitsregeln beachten, wie das Vermeiden von Schwimmen in der Dämmerung und im Morgengrauen, wenn Haie am aktivsten sind.

Gefahren an Land auf Teneriffa

Gefährliche Insekten und Spinnentiere

Ägyptische Tigermücke (Aedes aegypti)

In den letzten Jahren sind auf den Kanarischen Inseln, einschließlich Teneriffa, einzelne Exemplare der Ägyptischen Tigermücke aufgetaucht. Diese Art kann gefährliche Tropenkrankheiten wie Dengue-Fieber, Zika, Chikungunya oder Gelbfieber übertragen. Die Behörden des Archipels führen intensives Monitoring und Präventivmaßnahmen durch, um eine Ausbreitung dieser Art zu verhindern.

In den Jahren 2023 und 2024 wurde das Vorkommen von Ägyptischen Tigermücken in Häfen auf Teneriffa und Gran Canaria festgestellt. Nach ihrer Entdeckung wurden sofort Kontrollmaßnahmen eingeführt, einschließlich Begasung in gefährdeten Gebieten. Das entomologische Überwachungssystem auf den Kanarischen Inseln funktioniert effizient und minimiert das Risiko für Bewohner und Touristen.

Kakerlaken

Auf Teneriffa kommen, wie in anderen warmen Regionen, Kakerlaken vor. Obwohl sie selbst weder giftig noch aggressiv sind, können sie als potenzielle Träger von Krankheiten und Parasiten eine Gesundheitsgefahr darstellen. Dieses Problem betrifft hauptsächlich städtische Gebiete und Orte im Zusammenhang mit Lebensmittelverarbeitung.

Riesige Achatschnecke (Lissachatina fulica)

Im Jahr 2023 wurde auf Teneriffa das Vorkommen der Riesigen Achatschnecke (Lissachatina fulica) aus Ostafrika festgestellt. Diese invasive Art kann eine Größe von bis zu 30 cm erreichen und etwa 1 kg wiegen.

Diese Schnecken stellen eine ernste Gefahr für die öffentliche Gesundheit dar, da sie gefährliche Krankheiten wie Meningitis und Salmonellose übertragen können. Zusätzlich gefährden sie die Landwirtschaft und das lokale Ökosystem, indem sie Bananen-, Tomatenanbau und wilde Vegetation angreifen.

Die Behörden der Kanarischen Inseln haben eine Warnung herausgegeben, diese Schnecken unter keinen Umständen zu berühren und ihr Auffinden unverzüglich zu melden. Früherkennung und schnelle Reaktion sind entscheidend für den Schutz der natürlichen Umwelt der Inseln sowie der Gesundheit von Bewohnern und Touristen.

Wie kann man die Reize Teneriffas sicher genießen?

Trotz der genannten Gefahren bleibt Teneriffa ein sicherer Urlaubsort, wenn man einige grundlegende Regeln beachtet:

Sicherheit im Wasser

  • Achten Sie auf Warnflaggen an den Stränden – eine rote Flagge bedeutet Badeverbot, eine gelbe – Vorsicht geboten
  • Vermeiden Sie das Baden an unbewachten und nicht gekennzeichneten Stellen
  • Wenn Sie eine Portugiesische Galeere bemerken, verlassen Sie sofort das Wasser und informieren Sie den Rettungsschwimmer
  • Im Falle einer Verbrennung durch eine Portugiesische Galeere:
    • Berühren Sie die Tentakel nicht mit bloßen Händen
    • Spülen Sie die verbrannte Stelle mit Salzwasser (nicht Süßwasser!)
    • Entfernen Sie eventuelle Tentakelreste mit einer Pinzette oder Kreditkarte
    • Suchen Sie einen Arzt auf

Schutz vor Insekten

  • Verwenden Sie Insektenschutzmittel, besonders abends und in der Nähe von Gewässern
  • Nutzen Sie Moskitonetze oder Klimaanlage in Ihrer Unterkunft
  • Beseitigen Sie stehendes Wasser in Blumentöpfen, Eimern oder anderen Behältern, wenn Sie in einem privaten Haus oder Apartment wohnen

Allgemeine Sicherheitsregeln

  • Halten Sie Ihre Unterkunft sauber, um Kakerlaken nicht anzulocken
  • Berühren Sie keine unbekannten Tiere und Pflanzen
  • Melden Sie den örtlichen Behörden alle verdächtigen Funde, einschließlich Riesenschnecken
  • Haben Sie grundlegende Erste-Hilfe-Mittel und Notrufnummern zur Hand

Wenn Sie durch Teneriffa reisen, möchten Sie seine wilde Seele entdecken, in die geheimnisvolle Welt der Natur eintauchen und exotischen Kreaturen begegnen. Diese malerische Insel, umgeben von den azurblauen Wassern des Atlantischen Ozeans, lockt mit ihrer Vielfalt an Fauna, die seit langem Reisende und Forscher aus aller Welt anzieht. Von Meeresschildkröten, die gemächlich in den warmen Gewässern schwimmen, bis zu versteckten Eidechsen in Höhlen – jeder Schritt auf dieser Insel birgt eine Überraschung. Aber sind all diese Tiere so charmant und harmlos, wie sie scheinen? Lauern auf Teneriffa gefährliche Arten?

Fauna Teneriffas – Reichtum und Vielfalt

Trotz potenzieller Gefahren bietet Teneriffa faszinierende Begegnungen mit der lokalen Fauna, die größtenteils völlig sicher und wissenswert ist.

Meerestiere

Die Gewässer um Teneriffa sind Heimat vieler faszinierender Meereslebewesen:

  • Große Tümmler – begleiten Ausflugsschiffe, können während spezieller Touren beobachtet werden
  • Kurzflossen-Grindwale – eine der größten Kolonien dieser Wale befindet sich vor der Südküste Teneriffas
  • Meeresschildkröten – besonders die Unechte Karettschildkröte, die in den Sommermonaten die Gewässer des Archipels besucht

Endemische Landarten

Die Insel kann sich auch mit einzigartigen Landtierarten rühmen:

  • Teno-Eidechse (Gallotia galloti) – endemische Eidechse, die auf den Felsen des Teno-Landschaftsparks vorkommt
  • Kanarische Langohrmaus – Fledermaus mit charakteristischen großen Ohren, endemisch für den Archipel
  • Lorbeertaube – endemischer Vogel, der die Lorbeerwälder Teneriffas bewohnt
  • Kanarienvogel – ja, echte Kanarienvögel stammen tatsächlich von den Kanarischen Inseln!

Zusammenfassung

Teneriffa bleibt trotz einiger potenzieller Gefahren im Zusammenhang mit der lokalen Fauna ein sicherer und faszinierender Ort zum Erkunden. Die Portugiesische Galeere im Wasser, die Ägyptische Tigermücke oder die Riesige Achatschnecke sind Gefahren, über die man Bescheid wissen sollte, aber sie sollten nicht vom Besuch dieser wunderschönen Insel abhalten.

Durch Beachtung grundlegender Sicherheitsregeln und gesunden Menschenverstand kann man alle Reize Teneriffas genießen – vom Tauchen in kristallklarem Wasser und der Beobachtung von Delfinen bis zu Wanderungen auf Pfaden durch endemische Flora und Fauna.

Denken Sie daran, dass die örtlichen Behörden alle Anstrengungen unternehmen, um potenzielle Gefahren zu kontrollieren, und das Überwachungssystem effizient funktioniert und sich um die Sicherheit von Bewohnern und Touristen kümmert.

Häufig gestellte Fragen

Gibt es in den Gewässern um Teneriffa Haie?

Ja, in den Gewässern um Teneriffa leben mehrere Haiarten, aber die überwiegende Mehrheit stellt keine Gefahr für Menschen dar. Haiangriffe auf Teneriffa kommen praktisch nicht vor.

Gibt es auf Teneriffa giftige Schlangen?

Auf Teneriffa kommen keine giftigen Schlangen vor. Die einzige Schlangenart auf der Insel ist die ungiftige Kettennatter (Lampropeltis getula), die vom Menschen eingeführt wurde.

Wie schützt man sich vor Mücken auf Teneriffa?

Verwenden Sie Repellentien, besonders abends, tragen Sie lange Ärmel und Hosen in der Dämmerung, nutzen Sie Moskitonetze oder Klimaanlage in Ihrer Unterkunft.

Was tun bei einem Stich durch ein unbekanntes Insekt?

Portugiesische Galeeren können das ganze Jahr über auftreten, werden aber häufiger im Winter und Frühling gesichtet, besonders nach Stürmen. Achten Sie immer auf Warnflaggen an den Stränden.

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