Preiserhöhung für Butangasflaschen auf Teneriffa
Für Haushalte auf Teneriffa, die mit Butangasflaschen kochen oder heizen, gibt es eine unangenehme Nachricht. Die spanische Regierung hat eine neue Preiserhöhung für dieses Haushaltsgas genehmigt. Seit heute, dem 20. Januar 2026, wenden die Verkaufsstellen bereits den neuen offiziellen Preis an. Die Erhöhung gilt für die kommenden zwei Monate, entsprechend dem vom Ministerium für den ökologischen Wandel und die demografische Herausforderung (MITECO) festgelegten Wert, und wird sich direkt auf die Haushaltskasse tausender Familien auswirken.
Welche Gasflaschen sind betroffen?
Nicht alle Butangasflaschen sind von dieser Preisanpassung betroffen. Der staatlich regulierte Preis gilt ausschließlich für die traditionelle 12,5-Kilogramm-Flasche, die normalerweise orange und aus Stahl gefertigt ist. Es handelt sich um die sogenannte Flasche des regulierten Marktes. Das MITECO legt über die Generaldirektion für Energiepolitik und Bergbau den maximalen gesetzlichen Preis fest, der durch einen offiziellen Beschluss genehmigt und im Staatsanzeiger (BOE) veröffentlicht wird. Kein Vertriebsunternehmen darf für diese spezielle Flasche mehr verlangen.
Der neue Preis und seine Gültigkeit
Zum Jahresbeginn 2026 hat die Regierung eine neue Preiserhöhung für die traditionelle Flasche genehmigt, die am häufigsten zum Kochen oder Heizen in Haushalten ohne Anschluss an das Erdgasnetz genutzt wird. Die im BOE veröffentlichte Aktualisierung legt den neuen Höchstpreis auf 15,58 Euro fest, inklusive aller Steuern. Dieser Preis gilt bis März.
Die Erhöhung um 12 Cent (+0,7%) gegenüber der letzten Regulierung entspricht dem typischen Winteranstieg. Die weltweit höhere Nachfrage nach Heizenergie hat sowohl den Rohstoff als auch den Schifftransport verteuert. Zudem hat der Euro gegenüber dem US-Dollar an Wert verloren, was die Gasimporte, die stets in US-Dollar bezahlt werden, für Europa teurer macht.
Wie das Preissystem funktioniert
Das System basiert auf zweimonatlichen Überprüfungen, die stets am dritten Dienstag der ungeraden Monate stattfinden: Januar, März, Mai, Juli, September und November. Das bedeutet, dass der am 20. Januar 2026 bekanntgegebene Preis bis zur nächsten für März geplanten Überprüfung gültig ist.
Der Preis ergibt sich nicht willkürlich, sondern aus einer seit 2015 gültigen offiziellen Formel, die mehrere Schlüsselfaktoren berücksichtigt. Dazu gehören die internationalen Kosten für Propan und Butan, der Preis für den Seetransport, der Wechselkurs Euro-Dollar und die Vertriebskosten. Zu dieser Summe kommen die auf Butan erhobenen Steuern hinzu: die besondere Steuer auf Kohlenwasserstoffe und die Mehrwertsteuer von 21%.
Die wichtige „Sicherheitsbremse“
Ein besonders wichtiges Element des Systems ist die sogenannte „Sicherheitsbremse“. Per Gesetz darf der Preis für Butan im Vergleich zum vorherigen Zweimonatszeitraum nicht um mehr als 5% steigen oder fallen. Diese Grenze schützt die Verbraucher vor plötzlichen Preissprüngen in internationalen Krisensituationen.
Butan bleibt auf den Kanaren unverzichtbar
Butan ist nach wie vor eine unverzichtbare Energiequelle in vielen Haushalten des Archipels. Jede noch so kleine Preisanpassung wirkt sich daher direkt auf die Haushaltskasse aus, insbesondere bei Familien, die mehrere Flaschen pro Monat verbrauchen.
